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Profilzylinder

Ein Profilzylinder ist der am weitesten verbreitete Schließzylinder bei so genannten Sicherheitsschlössern. Bereits 1928 meldete Zeiss Ikon einen ersten Profilzylinder zum Patent an.

Es gibt Profilzylinder in unterschiedlichen Bauformen. Der Profildoppelzylinder ist von beiden Seiten benutzbar und heute eigentlich die am meisten verbreitete Form. Weitere Arten sind der Knaufzylinder, der Halbzylinder, der Schaltzylinder, der Motorzylinder, der Batteriezylinder und der Freilaufzylinder. Sie sind für die verschiedensten Anwendungen einsetzbar.

Den Knaufzylinder findet man zuweilen in Hotels, wo die Tür von außen abschließbar sein soll, von innen jedoch nur durch einen Drehknauf zu öffnen ist. Der Halbzylinder findet als Schaltzylinder zum Beispiel Verwendung bei der Schaltung eines Garagentormotors, bei dem neben der Fernbedienung im Auto die Garage auch durch einen Schlüssel geöffnet und geschlossen werden kann.

Es ist sehr interessant, sich einmal klarzumachen, wie ein Profilzylinder aufgebaut ist und wie er funktioniert. Zunächst muss das Profil so beschaffen sein, dass ein Schlüssel überhaupt in das zugehörige Schloss passt. Schaut man sich die verschiedenen Schlüssel an einem Schlüsselbund genauer an, stellt man fest, dass die Schlüssel neben verschiedenen Längen und Breiten auch verschiedene Einkerbungen in Längsrichtung haben. Das sind die so genannten Profile.

Sollten bei zwei Schlüsseln Länge und Breite übereinstimmen (erstes Sicherheits-Kriterium) jedoch nicht die Profile, passt der Schlüssel nicht in das Schloss. Der Fachmann sagt, dass der Schlüssel sich nicht in den Schlüsselkanal einführen lässt. Ein zweites Sicherheits-Kriterium ist also das Profil. Hier gibt es Standardprofile, die jeder Schlüsseldienst oder Baumarkt im Sortiment hat und besondere Eigenprofile. Sollte es notwendig sein, Nachschlüssel herstellen zu lassen, dann sind Schlüssel mit Standardprofilen natürlich schneller herzustellen als solche mit einem speziellen Eigenprofil, die kosten- und zeitintensiv nur beim Hersteller bestellt werden können. Bereits beim Erwerb eines Schlosses ist also abzuwägen, welche Anforderungen an das Profil und somit an die Sicherheit zu stellen sind. Grundsätzlich wäre es wichtig, dass vor allem außen Türen mit Schlössern und Profilzylindern gesichert werden, die sich nicht einfach kopieren lassen.

Durch die verschieden hohen Kerben auf den Schlüsseln werden bei der Betätigung des Schlosses die Kernstifte gegen die durch Stiftfedern gehaltenen Gehäusestifte gedrückt. An der Anzahl der Kerben auf einem Schlüssel kann man die Anzahl der Sperrstifte erkennen. Wenn der Schlüssel passt, werden bei allen Sperrstiften die Kernstifte so angehoben, dass die Trennung zum Gehäusestift bei allen Stiften in derselben Höhe ist und somit der Schließbart bewegt werden kann, das Schloss lässt sich drehen und die Tür öffnet sich. Die Anzahl der Kerben und die Anzahl der Kernstiftlängen bestimmen die Anzahl der Schließungsmöglichkeiten, je höher, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass zufällig ein anderer Schlüssel passt.

Ein Schloss muss zuweilen geölt werden. Wenn sich ein passender Schlüssel nur schwer in ein Schloss einführen lässt, genügt es oft, einen Tropfen Maschinenöl auf den Schlüssel zu tropfen, damit der Schlüssel wieder leichtgängig eingeführt werden kann.

Spezielle Informationen über Profilzylinder finden Sie auf http://www.profilzylinder.org/